Must See: Big Ben (Elizabeth Tower)
Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Londons zählt der Big Ben. Der große Uhrturm ist über 96 Meter hoch und steht zentral in London am nördlichen Ende des Palace of Westminster, in dem das britische Parlament tagt. Der Big Ben ist eines der wichtigsten Wahrzeichen Londons und wurde deshalb zu Ehren Königin Elizabeths II. im Jahr 2012 umbenannt in Elizabeth Tower.
Was viele nicht wissen: Die Bezeichnung meint konkret die größte der fünf Glocken, die sich in dem Turm befinden. Die große Glocke des 1859 fertiggestellten und seit 2017 in Renovierung befindlichen Elizabeth Tower hat übrigens ein Gesamtgewicht von 13,5 Tonnen.
London Eye
Das London Eye ist die vielleicht beliebteste Sehenswürdigkeit in London. Knapp 3,75 Millionen Besucher verzeichnet das London Eye jährlich, womit es die meistbesuchte bezahlte Sehenswürdigkeit Londons und Großbritanniens ist.
Das Riesenrad befindet sich an der Themse und beschert einen einzigartigen Blick über die Stadt. Der höchste Sichtpunkt des London Eyes liegt bei knapp 130 Metern. Bei Tag und Nacht ist die halbstündige Fahrt mit dem Riesenrad ein Erlebnis. Das London Eye leuchtet abends in verschiedenen Farben und spiegelt sich in der Themse.
Es empfiehlt sich, im Vorfeld Onlinetickets zu erwerben, weil vor Ort die Tickets teurer und manchmal ausverkauft sind. Die Kosten für ein Ticket liegen bei rund 30 Pfund, was circa 36 Euro entspricht.
Die Residenz der Royals
Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Buckingham Palace. Der administrative Hauptsitz der Monarchen ist seit 1837 die offizielle Residenz der britischen Royals. Es bietet sich die Möglichkeit, das Gebäude von außen zu besichtigen oder eine Tour durch die Queen’s Gallery zu machen. Am Mittwoch, 27. April, sowie am Freitag, 29. April, bietet sich für alle Interessierten um 11 Uhr die Möglichkeit, „The Change Guards“ beizuwohnen. Während des Soldatenwechsels lässt sich gar manchmal ein Blick auf die Queen erhaschen. Voraussetzung ist, dass die Union Jack auf dem Dach des Gebäudes weht, da dies ihre Präsenz im Buckingham Palace signalisiert.
Der Buckingham Palace wird häufig für Sonderveranstaltungen und Empfänge genutzt. Dennoch stehen die staatlichen Räume der Öffentlichkeit ganzjährig zur Verfügung. Die Tour bietet Einblicke in das Innere des Palastes mit französischer und englischer Kunst, wie Gemälden von Rembrandt, Rubens und weiteren Künstlern sowie eine Vielfalt an exotischen Pflanzen im Garten des Buckingham Palace. Auch das Hochzeitskleid von Herzogin Kate, welches sie während der Trauung mit Prinz William im Jahr 2011 trug, kann während der Tour besichtigt werden. Die Kosten für die Tour belaufen sich auf rund 17 Pfund, rund 20 Euro. Tickets können sowohl vor Ort als auch online erworben werden.
Die englische Küche
Der absolute Klassiker der englischen Küche sind Fish and Chips. Dieses Gericht besteht aus Pommes und frittiertem Fisch. Oftmals gibt es als Beilagen zerstampfte Erbsen (mushy peas) oder eingelegte Zwiebeln und Essiggurken (gherkins) dazu. Auch wenn es Fish and Chips an beinahe jeder Ecke zu kaufen gibt, lassen sich Unterschiede in der Qualität feststellen. Gute Pubs, Restaurants und Fish-and-Chips-Shops verwenden frischen Kabeljau oder Schellfisch und frittieren diesen im Bierteig. Die Chips sind dicke Kartoffelschnitze, die vor dem Verzehr noch mit Salz und Essig gewürzt werden. Während eine Portion Fish and Chips im Durchschnitt in England circa 9 Euro kostet, sind die Durchschnittspreise in London mit knapp 13 Euro etwas teurer.
Ein weiteres typisches englisches Gericht ist Sunday Roast (Sonntagsbraten), wobei es sich hier eher um einen übergeordneten Begriff handelt, denn die Zusammenstellung des Gerichts kann variieren. Sunday Roast kann je nach Wunsch mit verschiedenem Fleisch zubereitet werden. Klassische Beilagen sind Bratkartoffeln, Kartoffelpüree (mashed potatoes) oder Yorkshire Pudding sowie Gemüse und gravy (Fleischsoße) beziehungsweise Minzsoße (mint sauce).
Ein traditionelles Frühstück in England ist das sogenannte Full English Breakfast. Das Frühstücksgericht besteht aus Spiegel- oder Rührei, Speck, Würstchen, Bohnen, Blutwurst (black pudding), gebratenen Tomaten, Champignons und gebutterten Toast. In der Regel wird es noch mit Brown Sauce serviert. Die Kosten für das Full English Breakfast können zwischen 10 und 25 Euro variieren.
Oftmals wird zu allen Gerichten eine Tasse Tee, oftmals schwarzer Tee, getrunken. Der Tee, welcher auch als English Breakfast Tea bekannt ist, wird üblicherweise mit frischer Milch oder mit ein oder zwei Teelöffeln Zucker getrunken. Darüber hinaus zählt Großbritannien zu den größten Bierproduzenten weltweit. Entsprechend groß ist die Auswahl, wenn es um englisches Bier geht. Die Kosten für ein Bier sind in London mit ungefähr sechs Euro vergleichsweise teurer als in Deutschland.
Fußball satt in London
London ist weltweit als Fußballhauptstadt bekannt. Der Hauptgrund sind die bis zu 17 Fußballvereine (je nach Geographie, ob nur Stadt oder Metropole), die im professionellen Fußball spielen. In der kommenden Saison werden wohl alleine sieben Klubs aus London in der Premier League dabei sein. Die Fußballvereine befinden sich in verschiedenen Stadtteilen der englischen Hauptstadt. West Ham United FC zog 2016 aus dem Boleyn Ground aus und trägt seither seine Spiele im London Stadium aus. Das Stadion entstand in den Jahren 2008 bis 2011 im neuen Olympiapark an der Marshgate Lane im Stadtteil Stratford neben dem Fluss Lea und war die Veranstaltungsstätte für die Leichtathletikwettbewerbe sowie für die Eröffnungs- und Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2012 und der Paralympics 2012. Nach einem Umbau von 2013 bis 2016, mit dem auch eine Reduzierung der Kapazität von 80.000 auf 60.000 Zuschauer einherging, wird es heute hauptsächlich als Fußballstadion mit Leichtathletikanlage genutzt.
Das Stadion ist am besten mit der grauen U-Bahnlinie Jubilee Line in Richtung Stratford zu erreichen. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum London Stadium. Die Preise für Einzeltickets sind gestaffelt nach Zonen. So ist eine Fahrt in den Zonen 1- 2 günstiger als eine Fahrt in den Zonen 1-4. Da die Kosten für ein Einzelticket knapp sechs Euro betragen, empfehlt es sich, sogenannte Travelcards oder Oystercards zu kaufen. Diese sind Tages-, Mehrtages- und Wochentickets, mit denen das Fahren deutlich preiswerter ist.