Oliver, wie groß ist deine Vorfreude auf das Spiel am Samstag gegen Fürth vor möglicherweise ausverkauftem Haus?
Riesig! Ich habe schon viel über den vollen Deutsche Bank Park gehört. Bisher habe ich die Stimmung erst ein Mal miterleben dürfen, damals war ich noch Trainer beim VfL Wolfsburg. Jetzt endlich, nach über zwei Jahren, volles Haus und dann gleich drei Heimspiele in einer Woche: Fürth, Barcelona und Freiburg. Besser kann es nicht sein.
Können die Fans zum entscheidenden Impuls werden, um die Ziele zu erreichen?
Natürlich, denn wir stehen am Ende der Saison. Wir haben schon viele Spiele absolviert, die Nationalspieler nochmal mehr. Wenn man sowieso schon am letzten Zacken läuft und dann pushen einen 50.000 Fans nach vorne, hilft das enorm. Auf diese Weise entwickeln sich Kräfte, von denen keiner weiß, wo genau sie herkommen. Diese letzten Reserven werden wir sicherlich brauchen, weil viele gute Mannschaften und intensive Spiele auf uns warten.
Für uns ist es wichtig, Fürth nicht als Underdog zu betrachten. Von dieser Sichtweise müssen wir uns lösen.
Cheftrainer Oliver Glasner
Das Spiel gegen Greuther Fürth wird wichtig, aber keinesfalls einfach. Wie klappt’s mit einem Sieg?
Für uns ist es wichtig, Fürth nicht als Underdog zu betrachten. Von dieser Sichtweise müssen wir uns lösen. Wir brauchen nicht mehr Dominanz, sondern bessere Lösungen im Angriffsdrittel. Je enger die Räume sind, umso genauer müssen die Laufwege, die Passwege und die Abschlüsse werden. Hier müssen wir uns noch deutlich verbessern. Es heißt, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht zu sehr unter Druck zu geraten. Das sagt sich immer einfach, jeder weiß das. Am Samstag heißt es, unbedingt zu gewinnen.
Auf der Torwartposition hat es zuletzt gut funktioniert. Kevin Trapp hat in dieser Saison einen großen Sprung gemacht, er wirkt wie die Bank von Eintracht Frankfurt.
Absolut, Kevin ist ein riesiger Rückhalt für uns. Generell haben wir ein super Torwartteam und mit Jan Zimmermann einen super Torwarttrainer. Diant Ramaj ist aktuell leider verletzt, mit ihm haben wir aber einen jungen und sehr talentierten Torhüter. Jens Grahl ist ein erfahrener Keeper, der vor allem Diant zur Seite steht und nicht den Anspruch hat, um die Nummer eins zu kämpfen. Wir wissen, wenn wir ihn brauchen, können wir ihn bedenkenlos reinwerfen. Wir haben ein tolles Torwartteam, das sich ergänzt.
Wer erfahren möchte, wo sich Oliver Glasner am liebsten in Frankfurt aufhält, wie er sich selbst als Trainertyp sieht, und ob er sich Makoto Hasebe in seinem Trainerteam vorstellen kann, hört am besten sofort in die aktuelle Folge des Podcast „Eintracht vom Main“ rein.