21.10.2020
Fanabteilung

Ein Fußballgott kehrt zurück

Bei „Tradition zum Anfassen“ stand Alex Meier im Gespräch mit Axel „Beve“ Hoffmann Rede und Antwort und begeisterte damit die 100 anwesenden Fans im Deutsche Bank Park.

Elf Monate ist es bereits her, dass die letzte Veranstaltung aus der Reihe „Tradition zum Anfassen“ im November 2019 über die Bühne ging. Seither ist viel passiert. Unter anderem ist Alex Meier zur Eintracht zurück gekehrt – und die Fanabteilung nutzte gemeinsam mit dem Museum die Gelegenheit, um mit ihm über seine Karriere zu sprechen. Natürlich unter strengen Hygienemaßnahmen. Und da das Museum derzeit zu klein ist, wanderten wir kurzerhand auf die Haupttribüne des Deutsche Bank Parks. 100 Gäste waren zugelassen – und die waren schließlich auch vor Ort.

Die ersten Fußballversuche absolvierte Alex im heimischen Garten, doch schon im Alter von fünf Jahren suchte er sich seinen ersten Verein, die JSG Rosengarten, ein kleiner Club vor den Toren Hamburgs. Damals jedoch sprach noch niemand vom „Fußballgott“, zu dem er sich nach einigen Schwierigkeiten bei der Eintracht entwickeln sollte. Nach mehreren Stationen in Niedersachsen und Hamburg, schloss er sich 2004 der Eintracht an – und beendete seine Zeit in Frankfurt mit dem Pokalsieg 2018. Einem Jahr beim FC St. Pauli folgte noch ein viermonatiges Abenteuer in Sydney, bis er seine lange Karriere beendete. Im Sommer 2020 kehrte Alex zur Eintracht zurück. Als Co-Trainer der U16, die im Oktober 2020 die Hessenliga anführt.

14 Jahre bei der Eintracht sind eine lange Zeit. Über Armin Reutershahn, einst Co-Trainer beim HSV und anschließend in gleicher Funktion unter Friedhelm Funkel bei der Eintracht tätig, kam der junge Alex 2004 nach Frankfurt. Zunächst als Leihgabe, ein Jahr später dann als feste Verpflichtung. Um die Ablösesumme herrscht heute noch Rätselraten. Und was hat er nicht alles erlebt. Aufstieg, Pokalfinale, Europareisen, Abstieg, erneuter Aufstieg, erneuter Einzug in den Europacup und am Ende seiner Zeit in Frankfurt, als er sowohl Torschützenkönig der zweiten wie auch der ersten Bundesliga geworden ist, stemmte er gemeinsam mit David Abraham den goldenen DFB-Pokalfinale in den Abendhimmel des Berliner Olympiastadions. Ein bittersüßer Moment für den Mann, der als Fußballgott längst zur Legende geworden ist – im Finale 2018 jedoch nach langer Verletzung nicht im Kader stand.

So bleibt sein letzter Einsatz im Trikot der Eintracht in lebendiger Erinnerung. Am 05. Mai 2018 waren bereits 86 Minuten gespielt, die Eintracht führte gegen den HSV mit 2:0 und das ganze Stadion skandierte Alex Namen, als sich unser Fußballgott zur Einwechslung bereit machte. Unter frenetischem Beifall betrat er den Rasen – und keine vier Minuten später hatte er in seiner unnachahmlichen Manier seinen letzten Treffer erzielt. Auf den Rängen sah man erwachsene Menschen weinen. Es war einer der Momente, die sich ins kollektive Gedächtnis der Eintracht geschrieben haben. Es war klar, dass ihn sein Weg zur Eintracht zurückführen würde. So wie an diesem kalten Regenabend am 20. Oktober 2020 auf die kleine in rotes Licht getauchte Bühne vor der Haupttribüne zur ersten Veranstaltung „Tradition zum Anfassen“ des verflixten Jahres. Nur ohne Anfassen. Und lasst euch sagen, es war ein großartiger Abend.

Danke Alex. Für den Abend, aber auch für all die Jahre, ohne dich die Eintracht nicht denkbar gewesen wäre.

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