11.09.2026
Fans

Eintracht-Fan in allen Lebenslagen

Eintracht-Mitglied Vanessa kommt aus Mainz und war schon als Kleinkind bei Heimspielen dabei. In ihrer Geburtsstadt unterstützt sie auch am Samstag die Eintracht im Stadion.

Schon mit drei Monaten war Vanessa Alka das erste Mal im Waldstadion dabei – daran hat sich auch über 30 Jahre später nichts verändert. Ihr Herz schlägt voll und ganz für die Eintracht, dafür ist die Drogistin auch bei ihren Arbeitskolleg:innen schon bekannt: „Auf der Arbeit wissen das alle. Wenn die Eintracht ein Heimspiel hat, brauche ich am Wochenende eine passende Schicht. Zum Glück hat man Verständnis dafür – und ich übernehme dann gern an anderen Tagen mal die unbeliebteren Schichten.“  

Wenig verwunderlich also, dass auch ihre erste Erinnerung mit der Eintracht unmittelbar mit dem Deutsche Bank Park verbunden ist. „Da muss ich noch klein gewesen sein, ich habe während des großen Stadionumbaus im Sand der Baustelle gespielt“ erinnert sich die 34-Jährige. „Schon damals habe ich in Richtung Nordwestkurve gezeigt und zu Papa gesagt, dass ich dort mal stehen möchte.“ 

In ihrem Umfeld ist Vanessa längst als Eintracht-Fan bekannt.

Seit 15 Jahren ist Vanessa Mitglied bei Eintracht Frankfurt, motiviert durch ihren Papa, an dessen Seite sie von frühester Kindheit an bis heute die Spieltage verfolgt. Über die jahrzehntelange Treue zu den Adlerträgern sind allerdings weit mehr persönliche Beziehungen hinzugekommen. „Unsere ganze Reihe hat den Umstieg von Sitz- auf Stehplatz in der Nordwestkurve mitgemacht, im Fanclub und im Stadion sind enge Freundschaften entstanden. Das ist schon ein tolles Gefühl, die Menschen bei jedem Heimspiel am gleichen Ort wiederzutreffen.“  

Vom Aufstiegsdrama bis zum Pokalsieg 

Gemeinsam mit Familien und Freunden hat sie höchste Höhen und so manche Tiefen miterlebt. Ihre erste Dauerkarte erwarb Vanessa mit Vater Ralf in der 2. Bundesliga. Eine ihrer schönsten Erinnerungen verbindet sie mit dem Aufstiegs-Drama gegen Reutlingen 2003, in dem die Eintracht bekanntlich im Fernduell mit Mainz 05 in letzter Minute den Aufstieg klarmachen konnte. „Wir waren an dem Tag wohl die einzigen Mainzer, die gefeiert haben. Wir sind mit Eintracht-Fahne auf dem Auto nach Hause gefahren, das kam in der Nachbarschaft nicht so gut an“ erzählt Vanessa lachend. 

Spiele der Eintracht sind jedes Mal ein Highlight.

Neben Abstiegen in die 2. Bundesliga schmerzt Vanessa auch das verlorene Pokalfinale 2017 sehr, welches sie natürlich im Stadion verfolgt hat. Dementsprechend war es auch nur folgerichtig, dass sie den Pokaltriumph 2018 ebenfalls im Berliner Olympiastadion erleben konnte, obwohl sie durch eine frische OP eigentlich noch eingeschränkt war.  

Grundsätzlich ließ sich Vanessa bisher nie aus der Ruhe bringen, auch wenn die Zeiten sportlich mal stürmisch werden: „Es ist eben die Diva, ich glaube immer daran, dass wir wieder hochkommen. Ich bin auch noch nie vor Abpfiff gegangen. Ich war mir immer sicher, dass wir die Dinge irgendwie immer umdrehen.“

Auch Vanessas Vater Ralf ist seit 15 Jahren Mitglied bei der Eintracht.

Auch am schönsten Tag in schwarz-weiß-rot 

Über die Jahrzehnte der Stadionbesuche und Auswärtsfahrten ist Vanessa untrennbar mit der Eintracht verbunden. Die Liebe zu ihrem Verein geht dabei so tief, dass die Eintracht auch an ihrer Hochzeit selbstverständlich nicht fehlen wird: „Im nächsten Jahr werden die Brautjungfern auf meiner Hochzeit schwarze und rote Kleider tragen. Zusammen mit meinem Brautkleid ergibt sich auf dem Foto dann schwarz-weiß-rot, so muss das sein!“ Auch der zugehörige Bräutigam, ursprünglich mit einem schwarz-gelben Verein im Ruhrgebiet verbunden, ist mittlerweile nahezu vollkommen der Eintracht verfallen.  

Auch wenn für Vanessa aus beruflichen Gründen nicht alle Auswärtsfahrten realisierbar sind, lässt sie sich das Auswärtsspiel in ihrer Heimatstadt natürlich nicht entgehen. So gehören auch Vanessa und ihr Vater Ralf zu den Anhängern, die der Eintracht am Samstag zum ersten Saisonsieg verhelfen wollen.