Mit fünf Jahren betrat Julian das erste Mal, gemeinsam mit seinem Vater, das Waldstadion. Beeindruckt von den Fans, dem Stadion und der Atmosphäre wurde auch der gebürtige Frankfurter zum Eintracht-Fan. Seit mehr als 30 Jahren nimmt der Verein einen wichtigen Teil in Julians Leben ein.
Zwischen Frankfurt und Hamburg
Für das Studium zog Julian 2009 nach Hamburg, was seine Liebe zur Eintracht nicht beeinflussen konnte. Inzwischen ist der 38-Jährige Vater von drei Söhnen, die er ebenfalls mit dem Eintracht-Fieber anstecken konnte. Gemeinsam versucht das Vater-Söhne-Team mindestens einmal in der Saison zum Heimspiel in den Deutsche Bank Park zu fahren. Aber auch Julians Bruder ist bekennender Eintrachtler. Zusammen besuchen die beiden die Auswärtsspiele im Norden Deutschlands und fahren gelegentlich mit ins Ausland, um ihren Lieblingsverein zu unterstützen.
Chaos in orange
Eines von Julians Auswärtshighlights war die Partie gegen Girondins Bordeaux 2013. Eingekleidet in orangefarbene Shirts schlossen sich die Brüder den 12.000 Eintracht-Fans im Südwesten Frankreichs an, während die Hafenstadt von einer orangen Menschenmenge überrannt wurde. Aber auch in Italien beim Spiel gegen Inter Mailand 2019 mischten sie sich unter die anderen Frankfurter. Noch heute staunt der Rechtsanwalt über das frühe Tor von Luka Jović, welches Eintracht Frankfurt den Sieg bescherte: „Das war wirklich Wahnsinn.“
Fußballgott Thomas Zampach
Besonders prägend war für Julian das Aufstiegsspiel 1998 gegen Fortuna Köln. Am 7. Juni 1998 entschieden er und sein Vater damals spontan ins Stadion zu gehen. An der Tageskasse erhielten sie allerdings nur noch Tickets für den „berüchtigten“ G-Block, da sie von der Vielzahl der Fans überrascht wurden. Da Julian damals erst zehn Jahre alt war, kletterte er auf die Wellenbrecher, um das Spiel besser verfolgen zu können. Mitten im Spiel verdunkelte sich der sonnige Himmel und es begann in Strömen zu regnen. Während der Halbzeitpause kaufte sich das Vater-Sohn-Duo, komplett durchnässt, zwei neue Shirts mit einer Karikatur von Thomas Zampach. Nach dem 4:2-Sieg zog sich der Mittelfeldspieler komplett aus und drehte eine Runde durchs Stadion. Das Shirt seines Vaters hat Julian heute noch.
Es geht nicht ohne Eintracht Frankfurt.
Julian
Selbst wenn die Eintracht neben vielen Höhen auch einige Tiefen durchgemacht hat, steht der 38-Jährige ohne Zweifel hinter seinem Lieblingsverein. Insbesondere der Abstieg 2011 hatte ihn sehr mitgenommen, dennoch bleibt er der Eintracht treu: „Ich habe immer jedes Spiel geschaut, wenn wir in der zweiten Liga waren, und ich würde auch in der Regionalliga jedes Spiel schauen. Völlig klar.“ Denn für ihn sind Fußballschauen und Eintrachtler sein nicht nur schöne Unterhaltung: „Es geht nicht ohne Eintracht Frankfurt. Das sucht man sich nicht aus, das ist tief in einem drin. Es ist Teil des Charakters.“




