12.11.2021
Junior Adler

„Ich wollte immer Fußball spielen!"

Mit den Junior Adlern spricht Laura Freigang im virtuellen Interview über ihre Kindheit, die Corona-Zeit und ihre ganz persönlichen Ziele.

Wir dürfen vorstellen: Laura Freigang. Stürmerin bei Eintracht Frankfurt und deutsche Nationalspielerin. Seit diesem Jahr begleitet die 23-Jährige das Amt der Junior Adler-Kapitänin. Doch aufgrund der Corona-Pandemie ist es für die Stürmerin bisher nicht möglich gewesen, die Junior Adler persönlich kennenzulernen: „Das ist ziemlich schade, dass ich euch noch gar nicht persönlich treffen konnte“, berichtet Laura zu Beginn des Gesprächs. Umso schöner, dass sich die Stürmerin die Zeit genommen hat, bei einem virtuellen Treffen mit 15 Junior Adlern Fragen zu beantworten. Ein Startschuss zum Kennenlernen, dem bald auch hoffentlich wieder persönliche Treffen folgen können.

Kicken mit den Jungs

Laura erzählt von ihren fußballerischen Anfängen, bereits mit vier Jahren begann sie beim FSV Oppenheim Fußball zu spielen. „Du spielst Fußball, seitdem du laufen kannst“, haben ihre Eltern zu ihr gesagt. Ganze neun Jahre kickt sie dort mit Jungs in einer Mannschaft, bevor es ihre Familie nach Kiel gezogen hat. Generell sei es für Mädchen selbstverständlich gewesen, mit Jungs in einer Mannschaft zu spielen. Das sei bis zu ihrem 16. Lebensjahr so geblieben, danach wechselte sie zu den Frauen. Ganz egal ob mit Jungs oder Mädchen, „ich wollte immer Fußball spielen“, antwortet sie im Hinblick auf mögliche Traumberufe in ihrer Kindheit. Ein Wunsch, der in Erfüllung ging. Und das ganz ohne Fußballleistungszentrum oder Internat: „Ich wollte unbedingt auf ein Internat gehen, aber meine Eltern haben mir das verboten. Aber ich habe es ja trotzdem geschafft“, sagt Laura heute. So sei das auch mit der Schule einer schwierige Sache gewesen, die vielen Fehlstunden haben ihre Lehrer akzeptieren müssen.

Laura Freigang beantwortet im virtuellen Gespräch die neugierigen Fragen der Junior Adler.

Heute studiert die 23-Jährige neben ihrer fußballerischen Karriere Sportwissenschaft und steht vor der Herausforderung, Universität und Beruf unter einen Hut zu bringen. So komme es zu vollen Trainingstagen, die sie aber trotzdem genießen könne. Es sei denn, es stehen Laufeinheiten auf dem Programm. Denn das mag Laura gar nicht, auch wenn das selbstverständlich zum Training dazugehöre. Lieber spiele sie mit zwei Teams, Vier gegen Vier: „Im Training machen wir daraus auch manchmal ein Turnier. Wer die meisten Spiele gewinnt, der hat das Training gewonnen!" Wenn sich die Temperatur dann noch zwischen 12 und 17 Grad einpendelt und leichter Nieselregen einsetzt, dann sind für die Stürmerin beste Fußballbedingungen erfüllt: „Der Platz darf nicht zu nass sein, aber ich muss gut grätschen können".

Corona, Eintracht und die Nationalmannschaft

Die Geisterspiele während der Corona-Pandemie seien eine ganz neue Erfahrung gewesen, eine schwierige Zeit, wie Laure betont. Die Junior Adler-Kapitänin zeigt sich dennoch dankbar: „Wir als Mannschaft waren froh, dass wir weiterspielen durften, während in vielen Teilen der Gesellschaft das Leben stehengeblieben ist“. Umso schöner, dass seit dieser Saison wieder Zuschauer zugelassen sind, die beim 3:2-Heimsieg gegen Bayern München ihr persönliches Karrierehighlight erleben durften. Sie wirbt für die Stimmung bei den Heimspielen und vielleicht kommen die Junior Adler dann auch live und hautnah in den Anblick ihres Torjubels, bei dem Laura beide Fäuste ballt und ihrer Freude freien lauft lässt: „Tatsächlich vergesse ich nach einem Tor immer, was ich mir vorher ausgedacht habe. Vielleicht muss ich mir mal was Neues überlegen, da ich immer das Gleiche mache“, scherzt die Kapitänin.

Mit der Eintracht möchte sie mittelfristig in der Champions League spielen, auch mit der Nationalmannschaft hat die Stürmerin große Ziele. Generell seien Spiele für die Nationalmannschaft immer etwas ganz besonderes: „Jeder hat den Traum für sein eigenes Land zu spielen. Wenn man vor dem Spiel die Hymne singt, dann ist das immer wieder eine tolle Erfahrung. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr zur Europameisterschaft fahren darf, das wäre mein erstes großes Turnier". Dass Laura das schaffen kann, daran haben die anwesenden Junior Adler keinen Zweifel. Zur Unterstützung dieser Ziele werden auch bestimmt einige bei einem Spiel der Frauenbundesliga vorbeischauen, um Laura und die Eintracht anzufeuern. Die Junior Adler-Kapitänin verspricht: „Wir freuen uns über jeden, der vorbeikommt und nehmen uns nach den Spielen immer die Zeit, um mit den Fans zu feiern. Ihr seid mit eurer Familie alle herzlich willkommen!"

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