19.01.2023
Erleben

„Gedacht, das Stadion wird gleich zerlegt“

Timmo Hardung erinnert sich an ein prägendes Gastspiel, erklärt sein Handlungsfeld als Leiter der Lizenzspielerabteilung und verrät, wie er 2021 nach Frankfurt kam.

Als Timmo Hardung im Sommer 2021 seinen Dienst antrat, tat er dies voller Überzeugung – und trotz anderer Angebote, wie der Leiter der Lizenzspierlabteilung im Podcast „Eintracht vom Main“ verrät: „Der Kontakt zu Bayern war da. Doch die Verhandlungen haben sich ein wenig gezogen. In der Zwischenzeit hat sich Markus Krösche gemeldet.“ So zog es Hardung mit dem aktuellen Sportvorstand von Leipzig nach Frankfurt. „Die Aufgabe bei der Eintracht war für mich so spannend, das musste dann auch Julian verstehen“, schmunzelt Hardung mit Verweis auf den ihm jahrelang Vertrauten Julian Nagelsmann, der als Cheftrainer gleichzeitig von Sachsen nach Bayern wechselte.

Mit 33 Jahren ist Hardung sechs Jahre jünger als Makoto Hasebe – aber in seinem Metier nicht unbedingt weniger erfahren. Bevor er im Juli 2021 seinen Job in Frankfurt begann, leitete er die Lizenzspielerabteilung in Leipzig und war Teammanager der TSG Hoffenheim.

Timmo Hardung bereitet die Arbeit bei Eintracht Frankfurt große Freude.

„So durfte ich auch ein paar Auswärtsspiele im Deutsche Bank Park absolvieren“, erinnert sich der gebürtige Heidelberger. „Mit Hoffenheim kassierten wir mal das 2:3 in der Nachspielzeit. Da habe ich gedacht, das Stadion wird gleich zerlegt. Das wollte ich auch mal als Heimmannschaft erleben“, schildert Hardung gegenüber Moderator Jan Martin Strasheim seine ersten Berührungspunkte und ergänzt: „Als ich dann das erste Mal mit dem Adler auf der Brust das Stadion betreten habe, hatte ich Gänsehaut. Schnell habe ich die Eintracht schätzen und lieben gelernt.“

Dass die Eintracht derzeit mehr denn je Freude bereitet, ist Hardung bewusst, der aber zugleich auf die Wurzeln der Erfolge verweist: „Da gehört aber mehr dazu als die 90 Minuten. Gerade weil wir in den Englischen Wochen viel mit Yoga arbeiten, haben wir beispielsweise unseren Yoga-Raum umgebaut.“ Die Begründung: „Wir müssen immer weiterdenken und Kleinigkeiten umsetzen. An solchen Details zu arbeiten, ist ein Stück weit die Neuzeit des Fußballs. Das entwickelt uns weiter.“

Der Weg soll vom NLZ über die U21 hin zu den Profis gehen.

Timmo Hardung, Leiter der Lizenzspielerabteilung

Doch nicht nur die Profimannschaft gilt es weiterzubringen. Hardung widmet sich mit ebenfalls großer Hingabe der Nachwuchsarbeit. „Die liegt mir sehr am Herzen“, beteuert er und appelliert daran, die U21 verstärkt einzubinden. „Der Weg soll vom NLZ über die U21 hin zu den Profis gehen.“ Das Ziel in der Jugendarbeit ist klar gesteckt: Mehr Eigengewächse im Profikader. „Nicht nur bei den Männern, sondern auch bei den Frauen. Denn dieser Zusammenhalt macht die Eintracht aus. Das leben wir.“

Mehr über Timmo Hardung, seine rasante persönliche Entwicklung und das Erfolgsrezept der Eintracht liefert die 49. Ausgabe „Eintracht vom Main.“

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Folge 49: Timmo Hardung

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