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27.07.2025
Erleben

„Kann ich mir noch gar nicht vorstellen“

Der Sprung aus der Zweiten Bundesliga in die Königsklasse: Nathaniel Brown hat ein aufregendes erstes Eintracht-Jahr hinter sich. Über seine Fußballachterbahnfahrt spricht er im Vodcast.

Die Wende kam im Herbst. Nathaniel Brown, nach einer eigentlich guten Vorbereitung auf die Saison 2024/25 zu Beginn der Runde zunächst außen vor und ohne Einsatzzeit, startete plötzlich durch. Kurzeinsatz gegen den 1. FC Union Berlin, Startelfplatz beim umkämpften DFB-Pokalzweitrundenerfolg gegen Mönchengladbach, Torschütze beim Kantersieg im Deutsche Bank Park gegen den VfL Bochum. Der Stern des einige Monate zuvor aus Nürnberg zur Eintracht gewechselten Flügelspielers war aufgegangen.

„Die Zeit war hart, aber ich habe einfach weitergemacht und in dieser Phase auch häufig mit dem Trainer gesprochen. Er hat mir gesagt, dass meine Trainingsleistungen passen würden, andere aber vor mir seien. Das habe ich akzeptiert und Gas gegeben. Der Trainer meinte, dass mein Moment kommen werde“, erzählt Brown in der neuen Vodcast-Folge „Eintracht vom Main“ im Gespräch mit Jan Martin Strasheim. Auch als Podcast verfügbar.

Gegen diese Widerstände muss man ankämpfen.

Nathaniel Brown

Die Chance kam, er nutzte sie: Am Ende der Saison standen wettbewerbsübergreifend 33 Spiele, drei Tore und sieben Assists zu Buche. „Gegen diese Widerstände muss man ankämpfen. Um so länger es gedauert hat, um so schwieriger wurde es – man fühlt sich ein Stück weit weg von der Mannschaft, weil man nicht helfen kann oder darf“, so der 22-Jährige, der zu jeder Sekunde die volle Rückendeckung und das Vertrauen des Klubs gespürt habe. „Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt er rückblickend. Es ist etwas, dass die Eintracht für ihn ausmacht – ein guter Ort für junge Spieler. „Wir bekommen viel Vertrauen entgegengebracht. Wenn wir mal Fehler machen, wird niemand fallengelassen. Auch die älteren Spieler haben mich sehr gut aufgenommen“, betont Brown.

Nicht nur der Weg, der hinter dem Außenbahnspieler liegt, ist Gesprächsthema im Mannschaftshotel in Downtown Louisville, sondern auch das, was auf ihn und die Sportgemeinde Eintracht wartet. Eine neue Saison, neue Herausforderungen und die Königsklassenhymne im Frankfurter Stadtwald. „Die Vorfreude ist riesig. Noch kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ich Champions League spielen darf. Ich kann es kaum erwarten. Das ist der Traum eines jeden Fußballers“, sagt er. Das Ticket zur UEFA Champions League buchte die Eintracht am 34. Spieltag auswärts gegen den SC Freiburg. Hochdramatisch. Ein prägendes Erlebnis für einen jungen Spieler wie Brown: „Aus dem Spiel nehme ich mit, dass man sich von Druck nicht kaputtmachen lassen darf. Natürlich habe ich es vor dem Spiel gespürt, wir waren so lange auf dem dritten Platz und hätten es beinahe noch verspielt. Ich wäre am Boden zerstört gewesen. Wir haben uns vom Druck aber nicht zerstören lassen, da bin ich extrem stolz auf die Mannschaft – wie wir es nach dem 0:1 gemacht haben, war sehr stark.“

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Nach dem Saisonfinale war für Brown aber noch nicht Schluss, gemeinsam mit seinen SGE-Kollegen Ansgar Knauff, Nnamdi Collins und Elias Baum ging es mit der deutschen U21-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft. „Es war ein sehr anstrengendes, aber auch sehr schönes Turnier. Leider habe ich mich verletzt, aber unterm Strich war es sehr schön. Spätestens nach dem Spiel gegen Italien [Viertelfinale; Anm. d. Red.] hat man gemerkt, dass da was entsteht. Das war unglaublich, wir haben die Unterstützung der Fans gespürt“, erinnert sich der Adlerträger.

An wem er sich in der Mannschaft orientiert, welche Gespräche er in schwierigen Phasen mit erfahrenen Teamkollegen geführt hat, was ein gebrochener Arm mit seinem Wechsel aus dem zentralen Mittelfeld zum Linksverteidiger zu tun hatte, die Entwicklung seines dicken Kumpels Can Uzun („Da wird sehr viel auf uns zukommen“), seine Wünsche für die neue Saison und mehr.

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