05.02.2026
Fans

„Spannung ist immer da“

Geboren und aufgewachsen in Berlin, zog es Sandrina für ihren Traum nach Frankfurt. Dort stellte sie bei den Hockey-Damen nicht nur ihr Talent unter Beweis, sondern entdeckte auch ihre Liebe zur Eintracht.

Sandrina wurde in Berlin geboren. Durch ihren Vater kam sie zum Hockey und stand bereits im Alter von fünf Jahren zum ersten Mal auf dem Feld. Ihr großer Traum, in der Bundesliga zu spielen, führte die gebürtige Berlinerin nach Frankfurt, wo bereits eine Freundin für die Eintracht spielte. Die Hockey-Damen suchten damals nach einer neuen Torhüterin und luden Sandrina zum Probetraining ein.  Die talentierte Hockeyspielerin konnte überzeugen und war von 2012 bis 2018 Teil der Damenmannschaft. Dabei lief sie sowohl in der Halle als auch auf dem Feld auf.   

Mit den Besten Deutschlands auf dem Feld 

Von Beginn an setzte die Eintracht großes Vertrauen in den Neuzugang, sodass Sandrina direkt als erste Torhüterin eingesetzt wurde. Ihr erstes Bundesligaspiel war mit einem 9:8-Sieg ein großartiger Start, an den sich die heute 37-Jährige noch gern erinnert. Obwohl der Abschied von ihrer Heimat zunächst schwerfiel, war der Schritt genau das, was Sandrina immer wollte. Sie fühlte sich während ihrer Zeit bei Eintracht Frankfurt sehr wohl. 

Im Hockey wird zwischen der Hallen- und der Feld-Bundesliga unterschieden. Sandrina spielte mit den Eintracht-Damen in der 1. Hallen-Bundesliga und auf dem Feld in der 2. Bundesliga. In der Saison 2013/14 gelang dem Team der Aufstieg in die 1. Feld-Bundesliga. „Gegen und mit den Besten Deutschlands zu spielen, war damals wie heute etwas ganz Besonderes. Das macht einen natürlich stolz, dass man da mithalten kann und mitspielen darf“, erzählt Sandrina. 

Zwischen Studium, Hockey und Eintracht 

Schon vor ihrer Zeit in Frankfurt war die heute 37-Jährige fußballbegeistert und verfolgte regelmäßig  Bundesligaspiele. Durch ihre Zeit am Main entdeckte sie ihre Liebe zur Eintracht. In ihrer Freizeit besuchten die Hockey-Damen gemeinsam Spiele im Stadion und fieberten mit der Mannschaft mit. So entstand eine starke Verbindung zum Verein. 

Nach ihrer Masterarbeit, die Sandrina in Frankfurt zu Ende schrieb, zog sie nach Magdeburg, um zu promovieren. Dennoch blieb sie dem Hockeyteam erhalten und pendelte am Wochenende zu den Spielen. Da es in Magdeburg damals keine Damenmannschaft gab, trainierte die Adlerträgerin mit der Herrenmannschaft. 

Zurück in Berlin 

Heute leben Sandria und ihr Mann, den sie in Magdeburg beim Hockey kennenlernte, in Berlin und sind inzwischen Eltern von drei Kindern, die sie nicht nur für Hockey, sondern auch für den Fußball begeistern möchten. Wenn ihre Kinder größer sind, möchte Sandrina ihnen unbedingt Frankfurt und die Eintracht live zeigen. 

Aufgrund ihrer Arbeit in der klinischen Forschung und der Familie schafft sie es nicht mehr so oft nach Frankfurt und verfolgt die Spiele der Profis daher oft zu Hause. Trotzdem fiebert Sandrina immer leidenschaftlich mit ihrem Lieblingsverein mit und tauscht sich mit einem befreundeten Paar aus. 

„Spannung ist immer da, egal ob Bundesliga oder Champions League“, erklärt die 37-Jährige. Sie erinnert sich auch noch gut an die Zeiten, in denen sie zur Eintracht kam und die Mannschaft um den Klassenerhalt kämpfte.  „Wenn ich zurückblicke, wird mir erst richtig bewusst, wie beeindruckend es ist, wo sie heute stehen.“ Daher ist es für sie umso schöner, zu sehen, wie die Adlerträger jetzt zu den Top-Mannschaften der Bundesliga gehören und sich gemeinsam mit den besten Klubs der Welt in der Champions League  messen, auch wenn es sportlich aktuell nicht so rund läuft: „Man muss immer beachten, wie es vor einigen Jahren war. Die Entwicklung der Eintracht in den letzten Jahren ist enorm.”  

Die Fans haben gezeigt, wie krass die Eintracht-Fangemeinde ist, das finde ich schon super beeindruckend.

Sandrina

Ein absolutes Highlight war für Sandrina die Partie gegen Barcelona im Jahr 2022, kurz nach der Geburt ihres Sohnes. Zwar war für sie klar, dass sie sich erst einmal auf ihr Privatleben konzentrieren wollte, doch dann wurde sie von der Spannung des Spiels der Adlerträger und dem Auftritt der Eintracht Fans total überwältigt. „Die Fans haben gezeigt, wie krass die Eintracht-Fangemeinde ist, das finde ich schon super beeindruckend.“  

Das kommende Spiel gegen Union Berlin wird die dreifache Mutter gemeinsam mit ihrer Familie vor dem Fernseher verfolgen. Auch wenn die Eintracht in den vergangenen Spielen viele Gegentore einstecken musste, tippt Sandrina auf einen 3:2-Sieg für die Eintracht.