18.03.2021
Erleben

Ohren auf: Der Seemann spricht!

In der neuen Podcast-Folge nimmt euch Jürgen Vieth, erster Vorsänger der Eintracht-Geschichte, mit auf eine Reise zu den Anfängen der Fanszene und deren Wandel.

Zugegeben, die Atmosphäre im „Eintracht vom Main“-Studio ist um Welten beschaulicher als in einem gut besuchten Deutsche Bank Park. Aber Mikro bleibt Mikro und dahinter ist Jürgen Vieth schon immer zur Höchstform aufgelaufen. Unter seinem Spitznamen „Seemann“ ist er in der Frankfurter Fanszene längst bekannt wie ein bunter Hund. Als erster Vorsänger im G-Block hat er viele Geschichten aus dem alten Waldstadion zu erzählen. Einer der einprägsamsten Momente mit seinem Herzensklub: „Bei meinem ersten Spiel habe ich auf die riesigen Eintracht-Fahnen geguckt, die das ganze Spiel über geschwenkt wurden. Ab dem Punkt wusste ich, dass ich Eintracht-Fan bin.“

Der war er und ist er bis heute geblieben. Mit Leib und Seele. Im Gespräch mit Moderator Matthias Thoma, Geschäftsführer des Eintracht Frankfurt Museums, beschreibt Seemann außerdem den Image- wie Sinneswandel seiner Zunft. Schnell wird deutlich: Früher war beileibe nicht immer alles besser, weder auf der einen noch auf der anderen Seite: „Die Fans von heute sind keine vollgesoffenen und vollgedröhnten Fanatiker. Wir sind Leute, die sich artikulieren und auf Augenhöhe mit der Politik und der Polizei unterhalten können.“

Früher habe ich die Straße gekehrt oder Schuhe geputzt, um das Geld fürs Stadion zu haben.

Jürgen Vieth

Während die Fans mittlerweile als emotionaler Katalysator des Traditionsvereins zählen und nicht aus dem einträchtigen Umfeld wegzudenken sind, gab es früher einiges mehr zu kämpfen: Gegen Vorurteile und für ein friedliches Zusammenleben der Anhänger. Vieth setzte sich dabei immer wieder für seinen Verein ein und konnte so schon in jungen Jahren große Triumphe verbuchen. Über zehn Jahre setzte er sich für ein Fanhaus ein – mit Erfolg. „Unser Spruch war immer: ‚Unser Wunsch, ein Haus für uns!‘“, schwärmt Vieth nicht ohne Stolz in der Stimme.

Dieser gilt auch für jedes Mitglied und jeden Fan, wie Vieth unterstreicht: „Wir sind Eintracht Frankfurt. Nur wir! Das können wir zeigen über Treue und über Stimmung.“ Einer seiner Wünsche: Bald die 100.000-Mitglieder-Marke zu knacken. Und natürlich auf den Rängen stehen und jubeln zu dürfen. Zu gönnen wäre das allen, doch ihm mit am meisten. „Früher habe ich die Straße gekehrt oder Schuhe geputzt, um das Geld fürs Stadion zu haben“, war Vieth nie ein Opfer zu groß.

Auch sonst plaudert der Fußballromantiker offenherzig aus dem Nähkästchen. Ob kultige Auswärtsfahrten oder – diplomatisch formuliert – Meinungsverschiedenheiten mit der Polizei. In der 17. Podcast-Episode fällt nichts unter den Tisch!

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